Nina Hagen "Mother of Punk"

    

                            

  ( Fotos: von Tomasz Sienickivon, Nina Hagen in Aalborg 2003 )

Nina Hagen wurde 1955 in Berlin geboren. Ihre Eltern, die Schauspielerin Eva-Maria Hagen und der Drehbuchautors Hans Oliva-Hagen, waren künstlerisch in der ehemaligen DDR recht erfolgreich. Ninas Stiefvater ist der Liedermacher Wolf Biermann.  Ihr Traum Schauspielerin zu werden scheiterte, da sie durch die Aufnahmeprüfung fiel. Kurz entschlossen versuchte Sie es mit einer Gesangsausbildung die Sie erfolgreich abschloss. Bereits einige Jahre später hatte Sie mit dem Lied „Du hast den Farbfilm vergessen“, einen großen Erfolg.

1976 wurde Wolf Biermann aus der DDR ausgebürgert. Nina Hagen folgte ihm, nachdem sie sich ebenfalls im herrschendem System recht unbeliebt gemacht hatte, noch im gleichen Jahr. Sie ging nach Großbritannien und war dort in der Punkszene unterwegs. Diese Zeit in London prägte wohl ihre Einstellung zur Mode. Schrille Outfits, Fantasiekostüme und ein stark geschminktes Gesicht wurden ihre Markenzeichen.                                                          Zusammen mit Mode-Designer Jean-Paul Gaultier entwarf Nina in den 80ern die Kollektion unter dem Label "Mother of Punk".                                                                                               Nina Hagen ist umstritten. Von der durchgeknallten Rockröhre bis zu zur Wahrsagerin und Kritikerin unseres gesellschaftlichen Systems – die Meinungen könnten nicht weiter auseinander gehen. Einmal spielt sie die brave Pipi Langstrumpf und wenig Zeit später, bei einem anderen Auftritt, steht sie mit enger Punkerkluft auf der Bühne. Scheinbar passt die Nina wirklich in keine vorbestimmte Schublade.                                                                            Aber genau das ist es, was ich an ihr mag: Immer eckig und kantig und auf keinen Fall angepasst. Nina – mach weiter so!